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23. Juni 2023

Demokratiefaule Jugend? Denkste!

Die Jugend von heute interessiert sich entweder gar nicht für Politik oder kennt nur radikale Protestformen? Das haben wir anders erfahren! Wir durften über die letzten Monate ein innovatives Demokratieprojekt für Jugendliche und junge Erwachsene kommunikativ begleiten. Das Engagement der jungen Menschen hat uns begeistert – und auch etwas überrascht.

Unser Gemeinwesen steht – ganz egal ob global, national oder lokal – vor grossen Herausforderungen. Sei es die Altersvorsorge, der Klimawandel oder die medizinische Versorgung. Bei all diesen Themen geht es um grundlegende Entscheidungen, welche unser Leben in naher Zukunft prägen werden.

Diese Weichenstellungen zu wichtigen Zukunftsfragen betreffen Jugendliche und junge Erwachsene besonders stark – denn sie werden von uns allen am längsten mit ihren Folgen leben müssen. Doch sind junge Menschen überall dort deutlich unterrepräsentiert, wo die Weichen gestellt werden.

Ein innovatives Demokratieprojekt hat sich dem angenommen. Der Zukunftsrat U24, welcher von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) und der Schweizerischen UNESCO Kommission lanciert wurde, hat sich zum Ziel gesetzt, die Stimme von jungen Menschen in der Schweiz in die Politik zu tragen.

Im Zukunftsrat U24 sollen rund 80 Jugendliche und junge Erwachsene, die zwischen 16 und 24 Jahre alt sind, aus der ganzen Schweiz zusammenkommen, um gemeinsam Lösungen für zukunftsrelevante Herausforderungen auszuarbeiten. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen bestimmen dabei selbst, über welches Thema sie debattieren wollen.

Und: Der Zukunftsrat U24 hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Hilfe eines einzigartigen Losverfahrens die junge Bevölkerung der Schweiz repräsentativ abzubilden. Damit wird sichergestellt, dass sich auch jene Jugendlichen im Zukunftsrat einbringen, die sich bis anhin nicht politisch engagiert haben. Das unterscheidet dieses Projekt von bestehenden Partizipationsformaten, welche in aller Regel bereits politisierte Jugendliche ansprechen.

Genau hier lag die grosse Herausforderung. Neben der breiten Öffentlichkeit und der Politik muss das Projekt auch ein junges, nicht-politisiertes Zielpublikum ansprechen. Als Politik- und Kommunikationsagentur beschäftigte uns neben der klassischen Medien- und Öffentlichkeitsarbeit deshalb vor allem die Frage, wie wir jene Jugendlichen zum Mitmachen begeistern können, die man mit Schlagwörtern wie «Demokratie», «Partizipation» oder «Politik» nicht erreicht.

Mit einer auf das junge Zielpublikum ausgerichteten (Bild-)Sprache sowie den richtigen Botschaften auf Social Media ist uns das gelungen: Über 800 junge Menschen in der Schweiz wollen beim Zukunftsrat dabei sein und gemeinsam zukunftsfähige Lösungen ausarbeiten!

Dieses breit abgestützte Engagement stimmt uns hoffnungsvoll, dass die politische Zukunft der Schweiz in guten Händen liegt – und bei jenen, die davon am meisten betroffen sind. Der erste Zukunftsrat findet am 9. und 10. September 2023 in Zürich statt.

👉 Weitere Informationen: zukunfts-rat.ch

Dina Wyler

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